Frequenzgesteuerte elektr. Betriebsmittel

Einsatz von frequenzgesteuerten elektrischen Betriebsmitteln auf Baustellen an Steckdosenstromkreisen mit FI-Schutzeinrichtung

Immer mehr gewinnen frequenzgesteuerte Betriebsmittel auf Baustellen an Bedeutung.
Die Drehzahlen von Kranantrieben werden durch Änderung der Frequenz verändert und die Rüttelfrequenz bei Betonrüttlern kann auf diese Weise verstellt werden.

Derartige Betriebsmittel können durch Bildung hochfrequenter Fehlerströme oder glatter Gleichfehlerströme die Wirksamkeit der FI-Schutzeinrichtungen nachteilig beeinflussen.

Weitere Erläuterungen siehe BGI/GUV-I 608 "Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen"


Nennstrom der Steckvorrichtung Maximaler Bemessungs-Fehlerstrom des RCD Allstromsensitive Ausführung des RCD
AC 230 V / 16 A 30 mA (Typ F empfohlen) nicht erforderlich
bei Betriebsmittel mit Phasenanschnittsteuerung
≤ AC 32 A 30 mA * ja *
> AC 32 A bis AC 63 A ≤ 500 mA ** ja **
> AC 63 A nicht festgelegt ** ja **
     

* Entfällt beim Einsatz von Schutztrenntransformatoren
** Entfällt beim Einsatz von Trenntransformatoren.

Bei der Verwendung von Trenntransformatoren ist darauf zu achten, dass auf der Sekundärseite der Schutz bei indirektem Berühren gewährleistet ist.


Wichtig :

Stromkreisen mit allstromsensitiven FI-Schutzeinrichtungen (Typ B) dürfen keine pulsstromsensitiven FI-Schutzeinrichtungen (Typ A) vorgeschaltet sein.

Frequenzgesteuerte Betriebsmittel müssen entsprechend gekennzeichnet sein.

Vor der Inbetriebnahme frequenzgesteuerter Betriebsmittel ist durch eine Elektrofachkraft unter Beachtung der gültigen Regeln und Vorschriften zu prüfen, welche Schutzmaßnahme angewandt werden muss.


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